Den deutschen Landwirten steht jetzt erstmalig eine ertragreiche und frühreifende Lupinenart auf allen leichten, mittleren und guten Standorten zur Verfügung - die Blaue Süßlupine.
Ertragsfähigkeit der Blauen Lupine:
Bei der Blauen Lupine können hohe Kornerträge realisiert werden. Unter Praxisbedingungen liegt das Ertragspotenzial bei etwa 40 bis 50 dt/ha. Die neuen Sorten zeigen einen deutlichen Zuchtfortschritt im Korn- und rohproteinertrag. Damit ist ist Blaue Lupine im Kornertrag und insbesondere im Proteinertrag den anderen Körnerleguminosen mindestens ebenbürtig.
Sehr überzeugend ist bei der Blauen Lupine der deutlich höhere Rohproteingehalt gegegenüber Erbsen und Ackerbohnen.
Anbautechnik der Blauen Lupine:
Da die Blau Lupine über ein sehr tiefes und leistungsfähiges Wurzelnetz verfügt, ist der Düngebedarf äußerst gering. Wie alle Körnerleguminosen besitzt die Blaue Lupine eine Symbiose mit Knöllchenbakterien, daher ist eine Stickstoff-Düngung nicht erforderlich. Der gesamte N-Bedarf kann über die Knöllchenbakterien abgedeckt werden. An die Vorfrucht stellt die Blaue Lupine keine besonderen Ansprüche. Wegen ihrer geringen Selbstverträglichkeit ist eine mind. 4-jährige Anbaupause einzuhalten. Der pH-Wert des Bodens solte optimal zwischen 5 und 6 liegen. Sollten auf dem Feld in den letzten 8 Jahren keine Lupinen gestanden haben, ist eine Saatgutimpfung mit Knöllchenbakterien zu empfehlen. Mehrjährige Versuche zeigen, dass von den in Deutschland gebräuchlichen Impfpräparaten HiStick das wirksamste Präparat ist.